Bildungszentrum für Nachhaltigkeit

Gut Karlshöhe wurde am. 19. Juni 2014 vom Umweltstaatsrat Holger Lange mit dem NUN-Zertifikat „norddeutsch und nachhaltig“ als Bildungszentrum für Nachhaltigkeit ausgezeichntet. Unsere tägliche Arbeit für eine Bildung für nachhaltige Entwicklung orientiert sich an unserem Leitbild.  

Eine Vision für morgen – Warum Bildung für eine nachhaltige Entwicklung?

Mehr als 170 Staaten haben im Jahr 1992 in Rio de Janeiro ein Aktionsprogramm für das 21. Jahrhundert beschlossen: Heute so leben und wirtschaften, dass auch übermorgen die Menschen in ihren Möglichkeiten nicht beschnitten werden. Das bedeutet: Wir gestalten die Welt so, dass unsere Kinder und Enkelkinder intakte ökologische, soziale, ökonomische und kulturelle Verhältnisse vorfinden. Diese Vision einer weltweiten nachhaltigen Entwicklung wurde als Agenda 21 veröffentlicht.

Eine nachhaltige Entwicklung gelingt, wenn sich jeder für eine zukunftsfähige und menschenwürdige Gesellschaft einsetzt. Die dafür nötigen Kompetenzen können (und müssen) erlernt werden. Aus diesem Grund hatten die Vereinten Nationen die Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (2005-2014) ins Leben gerufen. Fortgesetzt werden diese mit dem Weltaktionsprogramm (WAP) „Bildung für nachhaltige Entwicklung 2015-2019“.

Hamburg nimmt mit der Initiative  „Hamburg lernt Nachhaltigkeit“ unter der Ägide der Behörde für Energie und Umwelt an diesem Programm teil.

Gut Karlshöhe engagiert sich in diesem Rahmen mit seinem Bildungsangebot. Seine Ausstellung „jahreszeitHAMBURG“ wurde 2013 als offizielles Dekade-Projekt ausgezeichnet.

Profil im Bereich Bildung für eine nachhaltige Entwicklung

Gut Karlshöhe ist ein Bildungs-Akteur mit den thematischen Schwerpunkten:

  •  Natürliche Lebensgrundlagen und Biodiversität
  •  Klimaschutz und Energie
  •  Nachhaltiger Konsum und gutes Leben.

 

Mit seinen Angeboten richtet es sich an ganz unterschiedliche Zielgruppen:

  • Kitagruppen und Schulklassen von der Vorschule bis zur Sekundarstufe 
  • Familien, Kindergruppen sowie Seniorinnen und Seniore
  • interessierte Laien, lokale und regionale Initiativen sowie Fachleute und Multiplikatorinnen und Multiplikatoren aus Bildung, Wirtschaft und Wissenschaft

 

Ein Großteil der Angebote sind Veranstaltungen für Schulklassen mit einem Naturerlebnisschwerpunkt durchgeführt von unseres Bildungspartner der ANU Hamburg e.V. Eingebettet in eine solche Veranstaltung sind unterschiedliche Handlungsfelder der Nachhaltigkeit.

Eine Besonderheit von Gut Karlshöhe ist die Natur- und Klimaschutzausstellung „jahreszeitHAMBURG“, wo die BesucherInnen in Eigenregie, in Führungen und Rallyes mit einem Gang durch alle vier Jahreszeiten erfahren, was die Menschen der Natur für einen zukunftsfähigen Umgang mit Energie abschauen können.

Weitere besondere Formate sind etwa die regelmäßig stattfindenden Fahrradflohmärkte oder die Repair Cafés, wo nachhaltiges Leben ohne viele Worte Praxis wird.

16 bundesweite Einrichtungen entwickeln sich zu „BildungszentrenKlimaschutz”

Gut Karlshöhe ist Teil des kürzlich gestarteten Projektes "BildungKlima-plus", das vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative gefördert wird.

Ziel ist es, sich in den vielfältigen außerschulischen Bildungseinrichtungen für mehr Klimabildung zu engagieren. Dazu soll ein bundesweites Netzwerk aus 16 BildungszentrenKlimaschutz, je eines pro Bundesland, aufgebaut werden. Dabei sind z.B. das Klimahaus Bremerhaven 8° Ost, das Naturschutzzentrum Ökowerk Berlin oder das Schulbiologiezentrum Hannover. Koordiniert wird das Vorhaben durch das seit bereits über 30 Jahren aktive NaturGut Ophoven in Leverkusen.

Die Zentren werden z. B. bei der Weiterentwicklung zur klimaneutralen Einrichtung unterstützt, weiterhin bei der Umsetzung von effektiven Bildungsmaßnahmen zur Treibhausgasminderung und Ressourcenschonung (fachlich und finanziell). Diese 16 Zentren sollen als Impulsgeber und Vorbild für andere Bildungszentren, vor allem aus den eigenen Dachverbänden und in ihrer Region, wirken. So sollen z. B. durch Fortbildungen Anregungen für die Bildungsarbeit an außerschulischen Bildungszentren zum Thema Klimaschutz und nachhaltige Nutzung von Ressourcen an weitere Einrichtungen weitergegeben werden. Weitere Infos zum Projekt.