Die Geschichte

Als Bildungsstätte Tradition, als Erlebnis Innovation

Das im Nordosten Hamburgs im Bezirk Wandsbek gelegene alte Hofensemble des ehemaligen Staatsguts wurde noch bis in die 70er-Jahre des letzten Jahrhunderts als landwirtschaftliches Anwesen genutzt. Von 1989 bis heute wurde Gut Karlshöhe unter verschiedenen Namen und Trägern als Institution für Umweltbildung betrieben und bietet seither mit der Unterstützung von Förderern und Partnern und vor Ort aktiven Vereinen und Arbeitsgruppen ein vielfältiges Bildungsprogramm zu Umwelt, Natur und Klimathemen.

Die Ländereien von "Carlshöhe"

Das Gelände von Karlshöhe wurde um 1850 von Carsten Reimers als Bauernhof urbar gemacht. Er beantragte auch die Umbenennung von "Bramfelder Höhe" in "Carlshöhe". Die Ländereien von Carlshöhe wurden später von Johann Heinrich Schröder, dem Besitzer des Guts Berne, dazu gekauft und als Geflügelfarm genutzt.

1919 erwarb der Hamburger Staat das Gut Carlshöhe und baute es zu einer Lehranstalt für Geflügelwirtschaft mit einem sogenannten "Wettlegehof" aus. Zugleich diente es dem "Werk- und Armenhaus" des Gut Farmsen in der August-Krogmann-Straße als Arbeitsstätte.

Anfang der 60er Jahre wurden die Flächen des Gutes durch Wohnbebauung weiter begrenzt, so dass die landwirtschaftliche Nutzung nicht mehr rentabel war. Karlshöhe diente nur noch als Reiterhof und verfiel langsam.

 

Fotos: Archiv Fricke

Die Umwandlung zum Umweltzentrum

Archiv Fricke

1986 wurde der Trägerverein für ein "Umweltzentrum Karlshöhe" gegründet. Senat und Bürgerschaft beschlossen die Sanierung des Gutshauses und die Vergrößerung der Fläche um etwa 6 ha. Als Folge konnte 1989 nun offiziell das "Umweltzentrum Karlshöhe" seine Pforten öffnen. Mit seinen Gebäuden und dem rund 9 ha großen Außengelände (u.a. Wald, Knicks, Teiche, Schafweide, Streuobstwiese) wurde Karlshöhe zu einem idealen Ort für umweltpädagogische Veranstaltungen.

Der Ausbau zum "Gut Karlshöhe: Hamburger Umweltzentrum"

Hamburger Klimaschutzstiftung

Nach der Bewilligung der Gelder durch die Stadt Hamburg und die Deutsche Bundesstiftung Umwelt konnten die Planungen zum Ausbau des 20 Jahre alten Umweltzentrums umgesetzt werden. Hierzu wurde die Hamburger Klimaschuztstiftung von der Stadt gegründet.

Im Zentrum des Vorhabens stand die Sanierung des verfallenen großen Stallgebäudes. Die prägenden Merkmale des alten Stallgebäudes, wie die große ruhige Dachfläche und die Holztragekonstruktion, blieben weitgehend erhalten. Neue Elemente, wie Wintergarten und Eingangsbereich, wurden konsequent modern gestaltet.

Der Einsatz moderner und energieeffizienter Umwelttechniken war Leitgedanke beim Ausbau des Stallgebäudes, u.a.:

  • Eine umfangreiche Wärmedämmung sowie Wärmetauscher im Lüftungsbereich sorgen dafür, dass der hohe Energiestandard "Energiehaus55" eingehalten wurde.
  • Die für das Stallgebäude benötigt Wärme wird durch die verschiedenen Heiztechniken des Gläsernen Energiehauses erzeugt.
  • Das Warmwasser wird durch die Abwärme der Restaurant-Kühlmaschine erwärmt.
  • Die Wintergärten sind mit einer eigenen Lüftungsanlage und Wärmerückgewinnung ausgestattet.
  • Wassersparende Vakuumtoiletten spülen mit Regenwasser

 

Der Innenraum bietet den Platz für die neuen Angebote: Herzstück der Einrichtung ist die über zwei Etagen gehende ErlebnisAusstellung jahreszeitHAMBURG. Im Erdgeschoss hat eine stimmungsvolle Gastronomie ihr Zuhause. Auch bietet ein Seminarraum rund hundert Personen Platz. Im Obergeschoss spielen Erlebnisse und Lernerfahrungen die Hauptrolle. Hier befindet sich neben der Ausstellung auch die KinderForscherWerkstatt.

Und letztlich: Gut war das Umweltzentrum seit jeher! Seit dem 19.August 2011 heißt es in Anlehnung an seine alte Vergangenheit auch so - Gut Karlshöhe!